Der Vorstand:
Hans-Georg Kruse, 1. Vorsitzender
Sina Lauströer, 2. Vorsitzende
Hauke Janssen, Schriftführer
Stefan Penning, Kassenwart
Sie wollen Mitglied werden?
Unterstützen Sie den Verein:
Die Holtlander Weide bietet mit rund 150 Hektar offener Landschaft einen idealen Lebensraum für seltene und gefährdete Wiesenvögel wie den Kiebitz, die Uferschnepfe und den Großen Brachvogel. Zudem werden regelmäßig auch Bekassinen, Zwergschnepfen, Wiesenpieper, Feldlerchen und Schwarzkelchen angetroffen. Besonders attraktiv sind die nach dem Winter feuchten Wiesenflächen – optimale Bedingungen für die Nahrungssuche und Brut.
Das Hauptziel im Wiesenvogelschutz ist es, die Gelege und Brutplätze effektiv zu schützen, um einen möglichst hohen Bruterfolg zu gewährleisten und die Bestände langfristig zu sichern.
Der Schutz von Kiebitz, Uferschnepfe und Brachvogel ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in unserer Kulturlandschaft. Durch Zusammenarbeit von Naturschützern, Landwirten und Ehrenamtlichen kann die Holtlander Weide auch in Zukunft ein wertvoller Lebensraum für Wiesenvögel bleiben.
Wiesenvögel gehören zu den am stärksten bedrohten Vogelarten in Deutschland. Sie legen ihre Nester offen auf Wiesen oder Ackerflächen an und sind dadurch zahlreichen Gefahren ausgesetzt:
Prädatoren wie Fuchs, Marder und Rabenvögel (z. B. Krähen)
Greifvögel wie Bussarde und Weihe
Landwirtschaftliche Bewirtschaftung, insbesondere die Mahd
Ein Gelege besteht meist aus vier Eiern, die ohne Schutz leicht entdeckt und zerstört werden können.
Die Suche nach Nestern erfolgt durch erfahrene Helfer:
Stundenlange Beobachtung mit Fernglas oder Spektiv
Analyse des Verhaltens, insbesondere wo sich Vögel zum Brüten niederlassen
Zusammenarbeit im Team zur gezielten Ortung der Gelege
Verstärkt erfolgt der Einsatz von unserer Drohne mit technischen Grenzen:
Langsames und niedriges Fliegen erforderlich
Herausfordernde Erkennung über Wärmebildkamera, da das Federkleid der brütenden Vögel gut isoliert
Zum Schutz vor Fressfeinden werden Schutzkörbe für Kiebitzgelege eingesetzt. Diese werden zur Gewöhnung zunächst in ca. 5 Metern Entfernung platziert und schrittweise näher gerückt, bis sie das Nest überdecken und schützen.
Da Uferschnepfen und Brachvögel größer als Kiebitze sind und sie sich bei Gefahr mit aufschlagenden Flügeln wehren, gelten besondere Maßnahmen:
Einsatz von Schutzzäunen statt Körben
Dadurch Vermeidung von Stress oder Verletzungsgefahr durch eingeschränkten Bewegungsraum
Schutz vor Bodenprädatoren
Werden Nester im Rahmen der Rehkitzrettung mit unserer Drohne entdeckt, erfolgt eine schnelle Sicherung:
Markierung mit reflektierenden Vermessungsstäben für minimale Störung
Ermöglicht Landwirten, die Gelege bei der Mahd zu umfahren

Trotz intensiver Schutzmaßnahmen bleibt der Erfolg oft gefährdet:
Hoher Prädatorendruck, insbesondere durch Krähen, auch nach dem Schlupf
Ausgesparte Inseln in offenen/gemähten Flächen ziehen Räuber verstärkt an
Witterungsbedingungen und landwirtschaftliche Nutzung
Daher werden kontinuierlich neue Methoden und Schutzkonzepte entwickelt, um den Bruterfolg weiter zu verbessern.

Hans-Georg Kruse, 1. Vorsitzender
Sina Lauströer, 2. Vorsitzende
Hauke Janssen, Schriftführer
Stefan Penning, Kassenwart
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Daten 2026:
(finaler Stand)
Abgesuchte Fläche:
856,97 ha Drohne
21,16 ha abgelaufen
Funde (u.a.):
78 Kitze
7 Gelege
6 Junghasen
(Mit Korb) gesichert:
63 Kitze (83 %)
alle Gelege
alle Junghasen
Sofern Kitze bereits einen fortgeschrittenen Fluchtreflex entwickelt haben und beim Sichern abspringen, werden die Tiere lautstark aus dem Land getrieben, damit sie die Mähfläche verlassen und nicht wieder betreten. Junghasen werden mit einem Korb gesichert, ggf. wie Igel in eine andere Fläche versetzt. |
2022 - 2025:
Abgesuchte Fläche:
2.623,84 ha Drohne
336,21 ha abgelaufen
Gefundene Kitze:
289 mit Drohne
25 beim Ablaufen
Mit Korb gesichert:
195 mit Drohne
13 beim Laufen