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Willkommen
bei der Kitzrettung
Holtland e.V.

 

Wiesenvogelschutz

Schutz von Kiebitz, Uferschnepfe und Brachvogel

Die Holtlander Weide bietet mit rund 150 Hektar offener Landschaft einen idealen Lebensraum für seltene und gefährdete Wiesenvögel wie den Kiebitz, die Uferschnepfe und den Großen Brachvogel. Zudem werden regelmäßig auch Bekassinen, Zwergschnepfen, Wiesenpieper, Feldlerchen und Schwarzkelchen angetroffen. Besonders attraktiv sind die nach dem Winter feuchten Wiesenflächen – optimale Bedingungen für die Nahrungssuche und Brut.
Das Hauptziel im Wiesenvogelschutz ist es, die Gelege und Brutplätze effektiv zu schützen, um einen möglichst hohen Bruterfolg zu gewährleisten und die Bestände langfristig zu sichern.
Der Schutz von Kiebitz, Uferschnepfe und Brachvogel ist ein wichtiger Beitrag zum Erhalt der Biodiversität in unserer Kulturlandschaft. Durch Zusammenarbeit von Naturschützern, Landwirten und Ehrenamtlichen kann die Holtlander Weide auch in Zukunft ein wertvoller Lebensraum für Wiesenvögel bleiben.

 

Warum sind Wiesenvögel gefährdet?

Wiesenvögel gehören zu den am stärksten bedrohten Vogelarten in Deutschland. Sie legen ihre Nester offen auf Wiesen oder Ackerflächen an und sind dadurch zahlreichen Gefahren ausgesetzt:

  • Prädatoren wie Fuchs, Marder und Rabenvögel (z. B. Krähen)

  • Greifvögel wie Bussarde und Weihe

  • Landwirtschaftliche Bewirtschaftung, insbesondere die Mahd

Ein Gelege besteht meist aus vier Eiern, die ohne Schutz leicht entdeckt und zerstört werden können.

 

Kiebitzgelege 

Maßnahmen zum Schutz von Kiebitz, Uferschnepfe und Brachvogel
1. Aufspüren der Nester

Die Suche nach Nestern erfolgt durch erfahrene Helfer:

  • Stundenlange Beobachtung mit Fernglas oder Spektiv

  • Analyse des Verhaltens, insbesondere wo sich Vögel zum Brüten niederlassen

  • Zusammenarbeit im Team zur gezielten Ortung der Gelege

Verstärkt erfolgt der Einsatz von unserer Drohne mit technischen Grenzen:

  • Langsames und niedriges Fliegen erforderlich

  • Herausfordernde Erkennung über Wärmebildkamera, da das Federkleid der brütenden Vögel gut isoliert

3. Schutz durch Nestschutzkörbe bei Kiebitzen

Zum Schutz vor Fressfeinden werden Schutzkörbe für Kiebitzgelege eingesetzt. Diese werden zur Gewöhnung zunächst in ca. 5 Metern Entfernung platziert und schrittweise näher gerückt, bis sie das Nest überdecken und schützen.

4. Einzäunung größerer Gelege

Da Uferschnepfen und Brachvögel größer als Kiebitze sind und sie sich bei Gefahr mit aufschlagenden Flügeln wehren, gelten besondere Maßnahmen:

  • Einsatz von Schutzzäunen statt Körben

  • Dadurch Vermeidung von Stress oder Verletzungsgefahr durch eingeschränkten Bewegungsraum

  • Schutz vor Bodenprädatoren

5. Markierung vor der Mahd

Werden Nester im Rahmen der Rehkitzrettung mit unserer Drohne entdeckt, erfolgt eine schnelle Sicherung:

  • Markierung mit reflektierenden Vermessungsstäben für minimale Störung

  • Ermöglicht Landwirten, die Gelege bei der Mahd zu umfahren

 Nestschutzkorb

Herausforderungen im Wiesenvogelschutz

Trotz intensiver Schutzmaßnahmen bleibt der Erfolg oft gefährdet:

  • Hoher Prädatorendruck, insbesondere durch Krähen, auch nach dem Schlupf

  • Ausgesparte Inseln in offenen/gemähten Flächen ziehen Räuber verstärkt an

  • Witterungsbedingungen und landwirtschaftliche Nutzung

Daher werden kontinuierlich neue Methoden und Schutzkonzepte entwickelt, um den Bruterfolg weiter zu verbessern.

 

 Schlupf im Gelege

 

 Geschlüpfte Küken  

 

Der Vorstand:

Hans-Georg Kruse, 1. Vorsitzender

Sina Lauströer, 2. Vorsitzende

Hauke Janssen, Schriftführer

Stefan Penning, Kassenwart

 

Sie wollen Mitglied werden?

Unterstützen Sie den Verein:

Mitgliedsantrag 

 

Daten 2026:

(finaler Stand)

Abgesuchte Fläche:

856,97 ha Drohne

21,16 ha abgelaufen

Funde (u.a.):

78 Kitze

7 Gelege

6 Junghasen

(Mit Korb) gesichert:

63 Kitze (83 %)

alle Gelege

alle Junghasen

 

Sofern Kitze bereits einen fortgeschrittenen Fluchtreflex entwickelt haben und beim Sichern abspringen, werden die Tiere lautstark aus dem Land getrieben, damit sie die Mähfläche verlassen und nicht wieder betreten.

Junghasen werden mit einem Korb gesichert, ggf. wie Igel in eine andere Fläche versetzt.

 

 

2022 - 2025:

Abgesuchte Fläche:

2.623,84 ha Drohne

336,21 ha abgelaufen

Gefundene Kitze:

289 mit Drohne

25 beim Ablaufen

Mit Korb gesichert:

195 mit Drohne

13 beim Laufen